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Blogsphaere
BlogDatum 04. Februar 2012
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NSN: Gewerkschaft will Siemens in die Pflicht nehmen
Jetzt sind die NSN-KollegInnen in Deutschland aufgerufen, für ihre Zukunft zu kämpfen. Die IG Metall beginnt die Mobilisierung: Die Gewerkschaft IG Metall hat die von der Entlassung bedrohten Beschäftigten des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks (NSN) aufgerufen, für ihre Rechte zu kämpfen. „Wenn es uns gelingt, 2000 bis 3000 Mitarbeiter zu mobilisieren, bin ich auch bereit, [...]
Tags Arbeit | Zukunft | Medienberichte
BlogDatum 04. Februar 2012
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Das nächste Lohndumping-Modell der Arbeitgeber – von B wie Bosch bis S wie Siemens
Unter diesem Titel berichtete die ARD-Sendung „Monitor“ am 2. Februar über Werkverträge, mit denen Unternehmen dem wachsenden öffentlichen Druck auf die Leiharbeit auszuweichen versuchen. Die beteiligten Firmen, so „Monitor“, gleichen dem Who is who der deutschen Industrie: „Von B wie Bosch bis S wie Siemens.“ Als ausführliches Beispiel für diese verbreitete Ausweichtaktik schildert „Monitor“ ein [...]
Tags Siemens | Geld | Arbeit
BlogDatum 09. Jänner 2012
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Über selbstbestimmtes Arbeiten
Nachdem ich in letzter Zeit viel über Lohnarbeit nachgedacht habe und über Selbstorganisation als Gegenpol und Alternative dazu, fällt mir immer wieder aus eigener Erfahrung ein, wie – unter bestimmten Bedingungen und über einen kürzeren Zeitraum – das doch auch zusammengehen kann. Anfang der 90er Jahre wurde in Österreich das Pflegegeld eingeführt und damit fiel [...]
Tags Arbeit | solidarische Ökonomie | Kapitalismuskritik
BlogDatum 25. Dezember 2011
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Für wen wir arbeiten II
Beim Worldcafé im Rahmen der Tagung Com’on in der Luxemburg-Stiftung in Berlin wurde auch über das Verhältnis zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit (1:2) diskutiert. Es ging um die Frage, wenn ohnehin nur der geringere Teil der gesamtgesellschaftlichen Arbeit als Lohnarbeit verrichtet wird und davon ein guter Teil nur dem Systemerhalt dient, warum ist es so [...]
Tags Arbeit | Kapitalismuskritik |
BlogDatum 22. Dezember 2011
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Schöne Bescherung!
Manchmal muss auch Hausarbeit sein und da läuft meist das Radio. Und beim Bügeln hab ich heute hintereinander gleich zwei Beiträge gehört, die gut zu der Frage passen, wofür wir eigentlich arbeiten. Im Journal-Panorama (noch 7 Tage zum nachhören) ging es um Burnout. Ob das jetzt wirklich eine neue „Krankheit“ ist, oder nur eine neue [...]
Tags Allgemeines | Arbeit |
BlogDatum 21. Dezember 2011
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Für wen wir arbeiten I
Beim der Tagung Com’on letztes Wochenende in Berlin diskutierten wir auch die Verteilung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit in der Gesellschaft. Von allen gesellschaftlich notwendigen Tätigkeiten wird nur wenig mehr als ein Drittel in Form von Lohnarbeit geleistet. Hier mein dilettantischer Versuch der Reproduktion der Grafik aus Stefans Präsentation: Meine Frage beim World Café war, [...]
Tags Arbeit | Kapitalismuskritik |
BlogDatum 14. März 2010
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Bodensatz der Gesellschaft
Lumpenpack, Überflüssige, Gesindel (oder gleich Drecksgesindel), Aussatz, Bettelmafia, … Verwahrloste. Die Praktiken der Stigmatisierung von Menschen geht immer weiter und weiter und beständig neuen Höhepunkten zu. Die Techniken der Stigmatisierung sind immer wieder die selben: sprachliche Kategorisierung und Segregation und Enthumanisierung, Zuschreibung von Minderwertigkeit. So entsteht die Legitimation mit diesen im gleichen Atemzug pauschalisiert konstruierten [...]
Tags Dokumentation | Wien | Schutzbefohlene
BlogDatum 02. März 2010
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Neues aus der Blogosphäre :: Februar’10
Ein ausgezeichneter aber unerfreulichen Gastbeitrag erscheint hier im eBetriebsrat-Blog unter dem Titel ‘Was fördert die interne Kommunikation‘. Der Bericht eines Betriebsrats wird im Blog und an anderer Stelle umfangreich diskutiert. Ist das letzte Wort gesprochen?: „Seit wenigen Tagen ist unser MitarbeiterInnen-Blog von der Außenwelt abgeschnitten. Nach fast genau sieben Monaten und 46 ausschließlich von mir [...]
Tags Arbeitnehmerseite | Dokumentation | Verlinken
BlogDatum 06. März 2009
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10% mehr arbeiten fürs gleiche Geld?

Die österreichische Bildungsministerin Schmied fordert von den Lehrer_innen 10% mehr zu arbeiten - fürs gleiche Geld. Denn unser Staat muss jetzt sparen wegen der Wirtschaftskrise - und das nach SPÖVP nicht bei Bank- und BörsemanagerInnen, die die Krise verursacht haben, sondern bei den ganz normalen Menschen. Ich möchte darauf wetten, dass die aktuelle Debatte um die Lehrer_innen nur der Anfang ist.
An der Bildung zu sparen, heisst an der Zukunft zu sparen. Schlechtere Arbeitsbedingungen für die ohnehin schon belasteten Lehrer_innen gehen ganz sicher auf Kosten der Schüler_innen. Selbst habe ich im Rahmen meines Schulpraktikums einen kleinen Einblick in die Arbeit der Lehrer_innen bekommen - und war einerseits positiv von der Qualität des Unterrichts überrascht, andererseits aber auch schockiert, wie stressig so ein Vormittag ohne Pause und mit ständigem Lärmpegel ist. Bei Franz Kuehmayer findet sich eine gute Liste, was sich wirklich ändern müsste. Um ein authentisches Bild der Realität der Lehrer_innen zu schaffen, dokumentiere ich hier (mit ihrem Einverständnis) einen

Offenen Brief der Volkschullehrerin Eva Schlemmer

Sehr geehrte Frau Minister!

Ich bin Volksschullehrerin im 19. Dienstjahr und verdiene rund 1.700€ monatlich netto.
Selten hatte ich als klassenführende Lehrerin eine Wochenarbeitszeit, die das Ausmaß von 45 Stunden unterschritt. Meistens waren es noch sehr viel mehr Arbeitsstunden, vor allem, wenn ich die enormen Korrekturarbeiten der 4.Klasse zu erledigen hatte.
Wir VS-Lehrerinnen haben die höchste Lehrverpflichtung: 22 Stunden. (Warum das so ist, kann ich nicht nachvollziehen. Vermutlich, weil in unserem Berufsstand fast nur Frauen arbeiten und diese weniger vertreten und geringer bewertet werden.)

Ein großer Teil meiner KollegInnen hat chronische Krankheiten oder Burn-Out-Erscheinungen.
Eine unengagierte VS-Lehrerin habe ich in meinen 20 Dienstjahren kaum kennen gelernt, mein Ehrenwort!

  • Inzwischen integrieren wir in den Volksschulen ehemalige „SonderschülerInnen“, meist ohne unterstützendes Hilfspersonal.
  • Zur selben Zeit fördern wir Kinder aus verschiedensten Kulturkreisen mit unterschiedlichen Muttersprachen,
  • bekommen irgendwie (und oft können wir selbst nicht sagen, wie uns das gelingt) eine immer größer werdende Anzahl an Kindern mit massiven Verhaltensproblemen und Aggressionen „in Griff“,
  • betreuen diese und oft auch deren Eltern psychologisch, ohne dafür ausgebildet und bezahlt zu sein,
  • bereiten die gut und hoch begabten Kinder auf den Besuch in der AHS vor
  • werden den durchschnittlich begabten Kindern gerecht, damit auch sie nicht durch die große Streubreite an Begabungen und Sonderbedürfnissen zu kurz kommen,
  • erstellen Förderpläne für jedes einzelne Kind, aber leider ist kein Personal da, um sie umzusetzen,
  • erledigen Sozialarbeit,
  • sind oft die Hauptvertrauensperson für verwahrloste und misshandelte Kinder,
  • bezahlen unser Arbeitsmaterial aus der eigenen Brieftasche,
  • unterstützen nach dem Unterricht etliche Aktionen, Vereine, Anliegen der Gemeinden, etc.,
  • halten als einziger mir bekannter Berufsstand DURCHGEHEND Aufsicht, ohne mit gutem Gewissen die Toilette aufsuchen zu können und ohne Recht auf Essenspause (das bedeutet z.B. an Vormittagen von 7.30 bis 12.30h 50 min unbezahlte Früh-und Pausenaufsicht täglich),
  • müssen zu Hause ein Büro einrichten, da in den meisten Volksschulen kein Arbeitsplatz und nur ein (manchmal 2) Computer für durchschnittlich15 LehrerInnen zur Verfügung steht.

Die Vorstellung, weitere 2 Stunden (=4 Stunden, denn diese werden ja auch vor- und nachbereitet) unentgeltlich mehr arbeiten zu sollen, ruft Verzweiflung und tiefe Enttäuschung in mir hervor.
Ich fühle mich in meiner Berufsehre, meinem Engagement, meinen jahrelang erbrachten Leistungen unterbewertet und verhöhnt, vor allem auch, da durch Ihre Argumentation alle LehrerInnen in einen (besudelten) Topf geworfen werden und der Polemik und Boulevardpresse auf niedrigstem Niveau ausgeliefert werden.

Uns engagierten LehrerInnen, die eine tragende Säule unserer immer hilfloser werdenden Gesellschaft darstellen, unsolidarisches Verhalten zu unterstellen, anstatt endlich aufzuzeigen, wie wertvoll und professionell die von uns erbrachte Arbeit ist, finde ich schlichtwegs unfair und populistisch.
Ich kann nicht sehen, welche Qualitätssteigerung Sie durch diese Maßnahme erwarten und versprechen. Was ich zuerst sehe ist, dass ab Herbst weitere Arbeitsplätze wegrationalisiert werden, dass die ohnehin schon verzweifelten arbeitslosen JunglehrerInnen noch weniger Perspektive haben und dass, wenn in 5 Jahren der erwartete LehrerInnenmangel eintritt, zu wenig junges kompetentes Personal eingeschult und nachbesetzbar sein wird. Ein Schuss ins eigene Knie!
Ich liebe meinen Beruf, verdiene mir mein Geld redlich und auch hart, bringe meinen KollegInnen und mir selbst stellvertretend für Sie, unsere oberste Vorgesetzte, Respekt und Wertschätzung entgegen und fühle mich durch die von Ihnen angedrohte Maßnahme abgewertet, demotiviert und verraten.
Ich hoffe sehr, eine sachliche und faire Diskussion auf breiter Ebene im großen Feld der verschiedenen Schularten bewirkt,

  • dass sich unser Ruf retten lässt,
  • dass Arbeitskreise von LehrerInnen, die in den Klassen stehen (anstatt von schulfremden Personen) , Reformvorschläge ausarbeiten,
  • und dass alle Beteiligten mit dem Gefühl der Korrektheit und Transparenz gemeinsam das längst zu reformierende Schulsystem verändern, optimieren und retten.

Mit hoffnungsvollen Grüßen

VOL Eva Schlemmer

Foto: guterunterricht


Tags Politik | Bildung | Arbeit
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