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Blogsphaere
BlogDatum 26. Juli 2010
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Wir brennen aus – die Politik facht das Feuer an #arbeitbrennt
Burnout ist DAS Sommerthema schlechthin. Ein Kampf gegen Windmühlen, der so nicht gewonnen werden kann. Dennoch satteln unsere Politiker ihre Rosinante und reiten müde weiter...
Tags Politik | Burnout | Arbeit
BlogDatum 25. Juli 2010
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Arbeit brennt: Burnout als Spitze des Eisberges #arbeitbrennt (Teil 1)
In den vergangenen Tagen war ein Thema aus dem sozialen Arbeitsbereich vorranging: Es geht um Psychische Erkrankungen wie bspw. Burnout sowie Forderung der ÖVP zur Behandlung auf Krankenschein. Dass "Arbeit brennt", zeigt eine aktuelle Momentaufnahme...
Tags Burnout | Wirtschaft | Arbeit
BlogDatum 19. Juli 2010
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No gods, no masters, no robots?
Vielleicht sollte ich ja eine Standard-Kommentar-Blog schreiben? Auf jeden Fall ist es meistens die Lektüre „meiner“ Zeitung, die mich in die Tasten greifen lässt und besonders dann, wenn ich einige Zeit informations-abstinent war. In der heutigen New York Times-Beilage gibt es einen Artikel über Forschung  zu künstlicher Intelligenz. „In a handful of laboratories around the [...]
Tags Bildung | Arbeit | Demokratie
BlogDatum 02. Juli 2010
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Was haben Energie, Land und Wissen gemeinsam?
Mit diesem Beitrag möchte ich an die Überlegungen von Andreas Exner anknüpfen, der „3 Thesen für eine Verknüpfung sozialer Kämpfe: Bildungskrise, Krise der Arbeit, ökologische Krise“ aufgestellt hat. Wir können beobachten, dass sich um diese drei Bereiche im Moment starke soziale Bewegungen bilden (vor allem Energie und Land werden durch die Klimafrage im Climatejustice-Movement zusammengeführt, [...]
Tags Bildung | Arbeit | Commons
BlogDatum 31. Mai 2010
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Gratwanderungen, Grenzgänge, Irrwege – und Auswege?
Spätestens seit im Golf von Mexiko unvorstellbare Mengen an Rohöl ungehindert ins Meer fließen und immer deutlicher wird, dass durch den Zwang, Investionen endlich in Profite zu verwandeln, jegliche Sicherheitsbedenken – im wahrsten Sinne des Wortes – über Bord geworfen wurden, wird die Notwendigkeit eines „Systemwandels“ über die Kreise „linkslinker Gutmenschen“ hinaus salonfähig. Denn dass [...]
Tags Bildung | Arbeit | Demokratie
BlogDatum 27. März 2010
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Von Bedürfnissen und Zielen – oder Abenteuer auf einem anderen Stern
In Zeiten wie diesen ist das AMS um jeden „Kunden“ froh, der aus der Statistik rausfällt. Daher ist es offensichtlich ziemlich leicht, die BeraterInnen zu überzeugen, dass frau ihr Leben als neue Selbständige zu fristen in der Lage ist und sie also Aufnahme finden kann ins Unternehmensgründungsprogramm, kurz UGP, das ihr einige Monate ohne besondere [...]
Tags Bildung | Arbeit | Kapitalismuskritik
BlogDatum 14. März 2010
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Bodensatz der Gesellschaft
Lumpenpack, Überflüssige, Gesindel (oder gleich Drecksgesindel), Aussatz, Bettelmafia, … Verwahrloste. Die Praktiken der Stigmatisierung von Menschen geht immer weiter und weiter und beständig neuen Höhepunkten zu. Die Techniken der Stigmatisierung sind immer wieder die selben: sprachliche Kategorisierung und Segregation und Enthumanisierung, Zuschreibung von Minderwertigkeit. So entsteht die Legitimation mit diesen im gleichen Atemzug pauschalisiert konstruierten [...]
Tags Dokumentation | Wien | Schutzbefohlene
BlogDatum 02. März 2010
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Neues aus der Blogosphäre :: Februar’10
Ein ausgezeichneter aber unerfreulichen Gastbeitrag erscheint hier im eBetriebsrat-Blog unter dem Titel ‘Was fördert die interne Kommunikation‘. Der Bericht eines Betriebsrats wird im Blog und an anderer Stelle umfangreich diskutiert. Ist das letzte Wort gesprochen?: „Seit wenigen Tagen ist unser MitarbeiterInnen-Blog von der Außenwelt abgeschnitten. Nach fast genau sieben Monaten und 46 ausschließlich von mir [...]
Tags Arbeitnehmerseite | Dokumentation | Verlinken
BlogDatum 04. August 2009
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Arbeit um jeden Preis?
Helle Aufregung bei ÖVP, bei Leitartiklern, Kolumnisten, bei ExpertInnen für Alles, Konservativen und Neoliberalen aller Coleurs. Der Grund: drohende kollektive Arbeitsverweigerung des unwilligen Pöbels. Die Ursache: die Mindestsicherung. In dieser „sozialen Hängematte“ droht es sich der faule Plebs so richtig gemütlich machen zu wollen. Denn: wer geht denn schon freiwillig lohnarbeiten, wenn sich über ihn [...]
Tags ÖVP | arbeitslosengeld | Neoliberalismus
BlogDatum 06. März 2009
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10% mehr arbeiten fürs gleiche Geld?

Die österreichische Bildungsministerin Schmied fordert von den Lehrer_innen 10% mehr zu arbeiten - fürs gleiche Geld. Denn unser Staat muss jetzt sparen wegen der Wirtschaftskrise - und das nach SPÖVP nicht bei Bank- und BörsemanagerInnen, die die Krise verursacht haben, sondern bei den ganz normalen Menschen. Ich möchte darauf wetten, dass die aktuelle Debatte um die Lehrer_innen nur der Anfang ist.
An der Bildung zu sparen, heisst an der Zukunft zu sparen. Schlechtere Arbeitsbedingungen für die ohnehin schon belasteten Lehrer_innen gehen ganz sicher auf Kosten der Schüler_innen. Selbst habe ich im Rahmen meines Schulpraktikums einen kleinen Einblick in die Arbeit der Lehrer_innen bekommen - und war einerseits positiv von der Qualität des Unterrichts überrascht, andererseits aber auch schockiert, wie stressig so ein Vormittag ohne Pause und mit ständigem Lärmpegel ist. Bei Franz Kuehmayer findet sich eine gute Liste, was sich wirklich ändern müsste. Um ein authentisches Bild der Realität der Lehrer_innen zu schaffen, dokumentiere ich hier (mit ihrem Einverständnis) einen

Offenen Brief der Volkschullehrerin Eva Schlemmer

Sehr geehrte Frau Minister!

Ich bin Volksschullehrerin im 19. Dienstjahr und verdiene rund 1.700€ monatlich netto.
Selten hatte ich als klassenführende Lehrerin eine Wochenarbeitszeit, die das Ausmaß von 45 Stunden unterschritt. Meistens waren es noch sehr viel mehr Arbeitsstunden, vor allem, wenn ich die enormen Korrekturarbeiten der 4.Klasse zu erledigen hatte.
Wir VS-Lehrerinnen haben die höchste Lehrverpflichtung: 22 Stunden. (Warum das so ist, kann ich nicht nachvollziehen. Vermutlich, weil in unserem Berufsstand fast nur Frauen arbeiten und diese weniger vertreten und geringer bewertet werden.)

Ein großer Teil meiner KollegInnen hat chronische Krankheiten oder Burn-Out-Erscheinungen.
Eine unengagierte VS-Lehrerin habe ich in meinen 20 Dienstjahren kaum kennen gelernt, mein Ehrenwort!

  • Inzwischen integrieren wir in den Volksschulen ehemalige „SonderschülerInnen“, meist ohne unterstützendes Hilfspersonal.
  • Zur selben Zeit fördern wir Kinder aus verschiedensten Kulturkreisen mit unterschiedlichen Muttersprachen,
  • bekommen irgendwie (und oft können wir selbst nicht sagen, wie uns das gelingt) eine immer größer werdende Anzahl an Kindern mit massiven Verhaltensproblemen und Aggressionen „in Griff“,
  • betreuen diese und oft auch deren Eltern psychologisch, ohne dafür ausgebildet und bezahlt zu sein,
  • bereiten die gut und hoch begabten Kinder auf den Besuch in der AHS vor
  • werden den durchschnittlich begabten Kindern gerecht, damit auch sie nicht durch die große Streubreite an Begabungen und Sonderbedürfnissen zu kurz kommen,
  • erstellen Förderpläne für jedes einzelne Kind, aber leider ist kein Personal da, um sie umzusetzen,
  • erledigen Sozialarbeit,
  • sind oft die Hauptvertrauensperson für verwahrloste und misshandelte Kinder,
  • bezahlen unser Arbeitsmaterial aus der eigenen Brieftasche,
  • unterstützen nach dem Unterricht etliche Aktionen, Vereine, Anliegen der Gemeinden, etc.,
  • halten als einziger mir bekannter Berufsstand DURCHGEHEND Aufsicht, ohne mit gutem Gewissen die Toilette aufsuchen zu können und ohne Recht auf Essenspause (das bedeutet z.B. an Vormittagen von 7.30 bis 12.30h 50 min unbezahlte Früh-und Pausenaufsicht täglich),
  • müssen zu Hause ein Büro einrichten, da in den meisten Volksschulen kein Arbeitsplatz und nur ein (manchmal 2) Computer für durchschnittlich15 LehrerInnen zur Verfügung steht.

Die Vorstellung, weitere 2 Stunden (=4 Stunden, denn diese werden ja auch vor- und nachbereitet) unentgeltlich mehr arbeiten zu sollen, ruft Verzweiflung und tiefe Enttäuschung in mir hervor.
Ich fühle mich in meiner Berufsehre, meinem Engagement, meinen jahrelang erbrachten Leistungen unterbewertet und verhöhnt, vor allem auch, da durch Ihre Argumentation alle LehrerInnen in einen (besudelten) Topf geworfen werden und der Polemik und Boulevardpresse auf niedrigstem Niveau ausgeliefert werden.

Uns engagierten LehrerInnen, die eine tragende Säule unserer immer hilfloser werdenden Gesellschaft darstellen, unsolidarisches Verhalten zu unterstellen, anstatt endlich aufzuzeigen, wie wertvoll und professionell die von uns erbrachte Arbeit ist, finde ich schlichtwegs unfair und populistisch.
Ich kann nicht sehen, welche Qualitätssteigerung Sie durch diese Maßnahme erwarten und versprechen. Was ich zuerst sehe ist, dass ab Herbst weitere Arbeitsplätze wegrationalisiert werden, dass die ohnehin schon verzweifelten arbeitslosen JunglehrerInnen noch weniger Perspektive haben und dass, wenn in 5 Jahren der erwartete LehrerInnenmangel eintritt, zu wenig junges kompetentes Personal eingeschult und nachbesetzbar sein wird. Ein Schuss ins eigene Knie!
Ich liebe meinen Beruf, verdiene mir mein Geld redlich und auch hart, bringe meinen KollegInnen und mir selbst stellvertretend für Sie, unsere oberste Vorgesetzte, Respekt und Wertschätzung entgegen und fühle mich durch die von Ihnen angedrohte Maßnahme abgewertet, demotiviert und verraten.
Ich hoffe sehr, eine sachliche und faire Diskussion auf breiter Ebene im großen Feld der verschiedenen Schularten bewirkt,

  • dass sich unser Ruf retten lässt,
  • dass Arbeitskreise von LehrerInnen, die in den Klassen stehen (anstatt von schulfremden Personen) , Reformvorschläge ausarbeiten,
  • und dass alle Beteiligten mit dem Gefühl der Korrektheit und Transparenz gemeinsam das längst zu reformierende Schulsystem verändern, optimieren und retten.

Mit hoffnungsvollen Grüßen

VOL Eva Schlemmer

Foto: guterunterricht


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